DPF-Filter und DME-Gesetzgebung
„DPF-Filter und DME-Gesetzgebung, wie funktioniert das eigentlich?“

Ein Dieselpartikelfilter (DPF) an Maschinen funktioniert ähnlich wie der an Fahrzeugen, aber die Bedingungen und Nutzungsmuster der Maschinen können den Betrieb und die Wartung des DPF-Filters stark beeinflussen. DPF-Filter in Maschinen wie Baggern, Bulldozern, Traktoren, Generatoren, Lichtmasten und anderen Bau- und Landwirtschaftsgeräten sind auch dafür ausgelegt, Feinstaubpartikel aus den Abgasen zu filtern und so die Emissionen zu reduzieren.
So funktioniert ein DPF-Filter in Maschinen
- Sammeln von Rußpartikeln:
- Wie bei Dieselfahrzeugen fängt der DPF-Filter in Maschinen den Ruß und die Partikel auf, die bei der Verbrennung von Diesel entstehen. Dies geschieht in einer porösen Struktur aus keramischem Material, meist Cordierit oder Siliziumkarbid, mit kleinen Kanälen, in denen die Partikel verbleiben.
- Saubere Abgase verlassen dann den Filter, während schädliche Partikel zurückgehalten werden.
- DPF-Filterregeneration:
- Maschinen arbeiten oft mit niedriger Drehzahl oder unter wechselnder Belastung, wodurch die Abgastemperatur manchmal nicht ausreicht, um den Filter allein zu reinigen (passive Regeneration). Deshalb ist die Regeneration bei diesen Maschinen besonders wichtig, um Verstopfungen vorzubeugen:
- Aktive Regeneration: Bei Maschinen kommt die aktive Regeneration am häufigsten vor. Das System erhöht vorübergehend die Temperatur des DPF-Filters durch die Zufuhr von zusätzlichem Kraftstoff. Dadurch werden die angesammelten Rußpartikel verbrannt und ein Verstopfen des Filters verhindert.
- Manuelle Regeneration: Viele Maschinen verfügen über eine manuelle Regenerationsoption, die es dem Bediener ermöglicht, den Vorgang einzuleiten, wenn die Gefahr besteht, dass der Filter verstopft. Dies geschieht häufig vor Ort und die Maschine muss hierfür stationär sein, damit die Verbrennung der Rußpartikel sicher erfolgen kann.
- Zwangsregeneration im Wartungsfall: Wenn die aktive und manuelle Regeneration nicht ausreichen und der Filter stark verstopft ist, muss der DPF-Filter in der Werkstatt mittels einer Zwangsregeneration gereinigt werden. Dabei wird der Filter unter kontrollierten Bedingungen auf hohe Temperaturen erhitzt, um alle angesammelten Partikel abzubrennen.
- Wartung und Austausch:
- Maschinen sind häufig intensiven Betriebsbedingungen ausgesetzt, wie z. B. hoher Belastung, Betrieb bei niedriger Geschwindigkeit und langen Leerlaufphasen. Dadurch erhöht sich die Gefahr einer Filterverstopfung, sodass eine regelmäßige Wartung und Reinigung des DPF erforderlich ist.
- Bei längerem Gebrauch bilden sich im Filter mit der Zeit Ascherückstände, die durch den Verbrennungsprozess nicht entfernt werden. Diese Asche muss physisch entfernt werden, indem der Filter gereinigt oder ausgetauscht wird, je nach Nutzungsintensität der Maschine.
Mit der Einführung der neuen Gesetzgebung zu direkten Umweltemissionen (DME) stellt die Regierung strenge Anforderungen an Bau- und Landmaschinen mit Dieselmotoren. Im Mittelpunkt der Gesetzgebung steht vor allem die Verpflichtung zur Verwendung und Wartung von Dieselpartikelfiltern (DPF-Filtern), um den Feinstaubausstoß drastisch zu reduzieren.
Die DME-Gesetzgebung, die ab Januar 2025 schrittweise in Kraft tritt, schreibt vor, dass nicht nur Fahrzeuge auf der Straße, sondern auch stationäre Maschinen und mobile Geräte im Baugewerbe und in der Landwirtschaft strengere Emissionsanforderungen erfüllen müssen. Viele dieser Maschinen, wie Bagger, Traktoren, Generatoren und Gabelstapler, verfügen über Dieselmotoren, die erhebliche Mengen an Partikeln und anderen Schadstoffen ausstoßen. Ein ordnungsgemäß funktionierender DPF-Filter kann den Ausstoß schädlicher Partikel um mehr als 90 % reduzieren.
Die DME-Gesetzgebung schreibt vor, dass ab 2025 alle Bau- und Landmaschinen mit Dieselmotor mit einem funktionsfähigen DPF-Filter ausgestattet sein müssen. Für ältere Maschinen ohne werkseitig eingebauten Filter ist eine Nachrüstung vorgeschrieben, damit auch sie die neuen Abgasnormen erfüllen können. Maschinen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden bei der jährlichen Sicherheits- und Abgasuntersuchung nicht zugelassen, was zu einem Arbeitsverbot und hohen Geldstrafen führen kann.
„Wir müssen im Bau- und Agrarsektor Verantwortung übernehmen. Feinstaub und Schadstoffe in Abgasen wirken sich direkt auf die Gesundheit von Mitarbeitern und Anwohnern auf Baustellen und in der Landwirtschaft aus“, sagte Mark Harbers, Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft. „Diese neue Gesetzgebung trägt zu einer saubereren Luftqualität für alle bei.“Obwohl die neue Gesetzgebung als wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität gilt, ist die Anpassung nicht ohne Kosten. Viele Unternehmen im Bau- und Agrarsektor müssen in neue Maschinen investieren oder vorhandene Maschinen mit DPF-Filtern ausstatten. Die Kosten für eine DPF-Nachrüstung variieren stark und liegen je nach Typ und Ausstattung zwischen etwa 2.000 und 5.000 Euro pro Maschine.
Die Regierung hat angekündigt, Förderprogramme aufzulegen, um Unternehmen bei diesen Investitionen finanziell zu unterstützen. Der Nationale Fonds für saubere Maschinen (NFSM) bietet hierfür in den Jahren 2025 und 2026 Fördermöglichkeiten an, um Unternehmen bei der Anschaffung und Installation der benötigten Filter zu unterstützen.
Zusätzlich zur obligatorischen DPF-Installation führt die Regierung strengere Emissionskontrollen an Arbeitsplätzen und in landwirtschaftlichen Gebieten ein. Die Umwelt- und Transportinspektion (ILT) führt regelmäßig Inspektionen auf Baustellen und landwirtschaftlichen Flächen durch, um die Einhaltung der DME-Gesetzgebung zu überwachen. Maschinen ohne funktionierenden DPF-Filter werden nicht nur mit einer Geldstrafe belegt, sondern können auch vorübergehend von der Nutzung ausgeschlossen werden, bis die Filter eingebaut oder repariert sind.
Trime North bietet für alle Maschinen der Reihe auch einen nachrüstbaren DPF-Filter an. Fordern Sie rechtzeitig ein Angebot an, damit Ihre Maschinen bereits im Januar mit einem DPF-Filter ausgestattet sind.